Wahl des neuen Bundespräsidenten – kein Kandidat der Linken

Für die Presse scheint die Wahl des neuen Bundespräsidenten bereits entschieden: Joachim Gauck wird längst nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand als Nachfolger vom zurückgetretenen Wulff gehandelt. Auch Kanzlerin Merkel lässt kaum eine andere Vermutung zu, als dass Gauck der neue Bundespräsident werde.

Der Bürgerpräsident

Dabei scheint Gauck sein bisheriges Leben schon heute ein wenig zu vermissen. Bei einem Auftritt in der Comödie Fürth las der 72jährige das letzte Mal aus seinen Memoiren vor. Wehmütig, so konnte die Präsenz des Bundespräsidentenkandidaten beschrieben werden. Gauck wolle ein echter Bürgerpräsident sein. Wie stark sich das Amt des obersten Staatsoberhaupts mit der Rolle als Bürger vereinen lässt, bleibt noch offen. Die Vorschusslorbeeren reißen zumindest nicht ab. Gauck scheint schon heute bekannter zu sein, als mancher Bundespräsident, der bereits im Amt war.

Geselliger Redner

Bei seinem letzten privaten Auftritt in Fürth spielte Gauck das letzte Mal den “reisenden Demokratielehrer”, wie er sich selbst bezeichnete. Gauck redet gerne, von Freiheit, seiner Vergangenheit, seinen Vorstellungen von einer Gesellschaft. Wie immer fesselte er auch diesmal die Zuschauer im Saal, als er seine Lebenserinnerungen vorträgt. Für achtzehn Monate war Gauck nun auf Tour und las in ganz Deutschland aus seinen Memoiren vor. In Fürth war es das letzte Mal, nun steht dem 72jährigen ein Leben im Schloss Bellevue bevor.

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