Israel Anschläge auf christliche Gebäude auf dem Vormarsch

Während sich die nationalreligiösen Aktivisten über Jahre gegenüber Muslimen und linke Aktivisten ereiferten und Brandanschläge auf Moscheen verübten, scheint sich die Lage zu wandeln.

Kirchen und Priester als Ziele auserkoren

Immer häufiger finden sich Christen im Zentrum des Hasses wieder. Mitte Februar wurde die baptistische Kirche im Westen Jerusalems in Brand gesetzt. Wenige Tage später folgte ein Anschlag auf einen christlichen Friedhof. Wenn keine Brandanschläge verübt werden, sprühen die Täter Slogans an Mauern oder demolieren Autos.

Die Behörden sind sich über die Motive uneinig. Ein Polizeisprecher teilte unlängst mit, dass es sich bei den Anschlägen um Hooliganismus handelte und keine ideologischen Hintergründe zu vermuten seien. Priester und andere Geistliche werden diese Einschätzung nicht teilen. Sie sehen sich Spukattacken ausgesetzt und leiden unter täglichen Diskriminierungen. Die Täter stammen meist aus den nationalreligiösen oder ultraorthodoxen Lagern.

Oberrabiner schalten sich ein

Um die Lage zwischen den einzelnen Glaubensrichtungen zu besänftigen, statten Oberrabiner mittlerweile Solidaritätsbesuche in christlichen Gemeinden ab. Talmudschulen und jüdische Gemeinden sind aufgerufen, Gläubige über das Unrechtsverhalten aufzuklären. Der Oberrabiner Jano Metzger hatte bereits vor zwei Jahren nach einem Brandanschlag auf eine Moschee in Westjordanien geäußert, dass Brandanschläge und Vandalismus an und um heilige Stätten in keiner Glaubensrichtung zu verzeihen sind.

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